Trading-Journal führen – warum und wie
Warum ein Trading-Journal der wichtigste Schritt zu mehr Konstanz ist, welche Angaben hineingehören und wie du es so führst, dass du wirklich daraus lernst.
Warum überhaupt ein Trading-Journal?
Fast jeder Trader kennt das: Ein paar gute Tage, dann ein schlechter, der alles wieder auffrisst. Was dazwischen passiert ist, weiß man ein paar Tage später nicht mehr genau. Genau hier setzt ein Trading-Journal an: Es macht aus Bauchgefühl überprüfbare Fakten.
Ohne Aufzeichnungen bewertest du dich nach dem, woran du dich erinnerst – und das sind meist die extremen Trades. Mit einem Journal siehst du, was wirklich passiert: in welcher Session du Geld verdienst, welches Setup funktioniert und an welchen Tagen du dich selbst sabotierst.
Was gehört in jeden Eintrag?
Ein guter Eintrag dauert keine zwei Minuten. Diese Angaben sind die Basis:
- Datum, Uhrzeit und Asset – z. B. NAS100, DAX oder EUR/USD.
- Richtung und Größe – Long oder Short, Lots bzw. Kontrakte.
- Einstieg, Stop-Loss und Ziel – daraus ergibt sich dein geplantes CRV.
- Risiko in € – nur so lassen sich Trades fair in R vergleichen.
- Ergebnis – Gewinn oder Verlust in € und in R.
- Setup bzw. Strategie – damit du später auswerten kannst, was funktioniert.
- Screenshot – ein Bild sagt beim späteren Review mehr als jede Notiz.
Der unterschätzte Teil: Notizen zu deinem Verhalten
Zahlen zeigen dir was passiert ist, Notizen zeigen dir warum. Halte kurz fest:
- Warum bist du eingestiegen – war es dein Setup oder Langeweile?
- Hast du deinen Plan eingehalten (Stop nicht verschoben, Ziel nicht zu früh genommen)?
- Wie war deine Verfassung – ausgeruht, gestresst, nach einem Verlust auf Revanche aus?
Nach ein paar Wochen erkennst du Muster, die in keiner reinen Gewinn/Verlust-Liste auftauchen – zum Beispiel, dass dein dritter Trade am Tag fast immer ein Verlust ist (siehe Overtrading erkennen).
So führst du dein Journal, damit es wirkt
- Direkt nach dem Trade eintragen, nicht abends aus dem Gedächtnis.
- Jeden Trade erfassen – auch die peinlichen. Gerade die zeigen dir am meisten.
- Wöchentlich auswerten: Eine feste halbe Stunde für den Trade Review bringt mehr als jeder neue Indikator.
- Eine Erkenntnis pro Woche umsetzen – nicht zehn Regeln auf einmal ändern.
Excel oder Trading-Journal-Software?
Eine Tabelle funktioniert für den Anfang. Spätestens bei Auswertungen nach Session, Setup oder Wochentag wird es mühsam. Ein spezialisiertes Journal wie ConRules rechnet Trefferquote, Erwartungswert, R-Vielfache und Kalender automatisch aus, speichert Screenshots direkt am Trade und kann Trades per CSV oder Broker-Anbindung (z. B. IG) übernehmen – so bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: aus deinen Trades zu lernen.
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ConRules – Trading-Journal, Trade Review, Statistik und Backtesting an einem Ort.
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